Gesundheitsnachrichten
TV-Tipp: Rheuma und Co - was tun bei chronischen Entzündungen?
EinsPlus, QUIVIVE, Mittwoch, 8. September 2010, 22.30 Uhr
Fünf Prozent aller Deutschen leiden unter einer chronischen Entzündung der Gelenke, der Haut oder des Darms. Ärzte der Berliner Charité haben jetzt eine Sprechstunde für chronisch-entzündliche Erkrankungen etabliert, in der die Spezialisten interdisziplinär arbeiten, behandeln und auch forschen. Ziel ist es, durch disziplin-übergreifende Erkenntnisse die Therapie für die Patienten effektiver und nebenwirkungsarm zu machen.
Weitere Themen:
Hornhauttransplantation
Eine Transplantation der Hornhaut ist oftmals die einzige Chance, das Augenlicht zu retten. "Quivive" stellt ein neues Verfahren vor, bei dem nur die Hornhautinnenhaut verpflanzt wird.
Mit neuem Verfahren gegen verengte Gefäße
Vor 20 Jahren kamen die kleinen Lebensretter auf den medizinischen Markt und halten seitdem hunderttausende Herzen am Schlagen: Stents sind metallische Gefäßstützen, die Engstellen in den Blutgefäßen offenhalten. Doch auch Stents können verstopfen, und jeder Stent ist und bleibt ein Fremdkörper. Und genau an dem Punkt setzt ein neues Verfahren an, bei dem ein medikamentenbeschichteter Ballon in das verengte Gefäß eingeführt und nach kurzer Zeit wieder entfernt wird.
Im Test: Aquafitness
Aquafitness ist modern und liegt im Trend. In fast jedem Schwimmbad in Berlin und Brandenburg, in den Fitnesszentren mit Pool werden die unterschiedlichsten Kurse angeboten. Der Aqua-Fitness-Verband Deutschland e.V. erarbeitet gerade eine Liste von empfehlenswerten Aquafitness-Orten für Berlin und Brandenburg, die im Internet abzurufen ist.
Quelle: Pressedienst Das Erste, September 2010
Preisverleihung RheumaPreis 2010
Aktiv mit Rheuma am Arbeitsplatz
Am 9. September diesen Jahres findet in der Zeche Zollverein in Essen die RheumaPreis-Verleihung statt.
Ausgezeichnet werden kreative Lösungen, wie die Arbeitskraft von Menschen mit rheumatischen Erkrankungen möglichst lange erhalten werden kann, denn 20 Prozent der Erkrankten scheiden schon drei Jahre nach Diagnosestellung aus dem Berufsleben aus. Und das bedeutet für viele auch einen Verlust an Selbstbewusstsein, denn oft ist der Beruf deutlich mehr, als "nur" Broterwerb.
Zudem soll zum offeneren Umgang mit Rheuma angeregt werden, damit Arbeitgeber und -nehmer sich gemeinsam für eine Lösung engagieren können.
Weitere Informationen finden Sie auf
www.rheumapreis.de
Tumorkrank und trotzdem fit!
Institut für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation bietet ambulantes Rehabilitationsangebot für Krebs-Patienten an
Mainz - Krebserkrankte sind während ihrer medikamentösen Behandlung häufig mit Phasen der Passivität konfrontiert. Bewegungsmangel und Inaktivität prägen den Alltag der Patienten. Diesem häufig unnötigen Verlust an Lebensqualität begegnet das Institut für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation der Universitätsmedizin Mainz mit einem ambulanten Rehabilitationsangebot: Ab 9. September treffen sich Tumorpatienten jeden Donnerstag ab 10.15 Uhr in der Bewegungshalle im Untergeschoss des Gebäudes 505 (Chirurgie) in der Universitätsmedizin Mainz (Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz), um eine Stunde lang Koordination, Muskelkraft, Ausdauer und Gleichgewicht zu trainieren.
Zusammen mit der Kursleiterin, der Physiotherapeutin Tania Kilian, lernen und üben die Kursteilnehmer auch Atem- und Entspannungstechniken. Dieses ambulante Reha-Angebot wird von einigen Firmen unterstützt, so dass die Teilnahme für die Betroffenen derzeit kostenfrei ist. Interessenten können sich zu einem Vorgespräch und einem Eingangs-Check telefonisch unter 06131 17-2085 anmelden. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung.
Im Rahmen von Tumorerkrankungen kommt es sehr häufig zu medikamentösen Behandlungen, die die physische und psychoemotionale Belastungsfähigkeit der Patienten drastisch reduzieren. Insbesondere Bewegungsmangel und Inaktivität sind typische Kennzeichen solcher Behandlungsphasen. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass die Betroffenen diese Phasen der Passivität überwinden, sobald die Therapie dies erlaubt. Dies geschieht oft aus einem Gefühl der Überforderung heraus, aus mangelndem Vertrauen zur eigenen Leistungsfähigkeit, aus fehlendem Antrieb und Unsicherheit. So schöpfen zahlreiche Patienten ihre Möglichkeiten bei weitem nicht aus. Weiterer Verlust von Leistungsfähigkeit, Unzufriedenheit und soziale Isolation sind typischen Folgen.
Das ambulante Rehabilitationsangebot in Form einer physiotherapeutischen Gruppentherapie zielt darauf ab, dass Patienten das verlorene Selbstvertrauen in den eigenen Körper wiederfinden, Zugang zur realen Belastbarkeit gewinnen, ihre körperliche Leistungsfähigkeit steigern und damit Passivität und sozialen Rückzug verhindern.
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie zwei Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung - die Apotheke und die Transfusionszentrale - gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet.



